Chemie-Projekt:

Wir untersuchen verschiedene Pflanzen, auf ihre Fähigkeit, ein Indikator für Säuren und Basen zu sein

Am Donnerstag, den 19. Mai 2011 verwandelte sich das Klassenzimmer der 4b mit Hilfe von Frau Hanker und Frau Schattmann in ein Chemielabor. Voller Neugier beäugten die Kinder die vielen ihnen noch fremden Gerätschaften wie Tropffläschchen, Mörser, Schnappdeckelgläser, kleine Spaten, Schutzbrillen und pH-Lösungen in Schraubfläschchen.

Aber bevor sie sich an ihre Gruppentische begeben durften, traf man sich erst im Kreis. Dort schmeckten die Kinder Zitronen und Laugenbrezeln blind und bekamen damit eine Vorstellung von Säuren und Basen/Laugen. Da man in der Chemie jedoch nicht mit Schmecken arbeitet, da das ja viel zu gefährlich wäre, kamen die Kinder darauf, dass man wohl einen anderen Tester bräuchte, einen Indikator. Die Natur selbst liefert uns solche Indikatoren, was die Kinder ganz schnell herausbekamen, als sie zwei gekaufte Gläser Blaukraut näher begutachteten. Komischerweise stand nämlich auf dem einen Glas Blaukraut und auf dem anderen Rotkraut. Bei genauerem Prüfen wurde klar, dass dem einen Glas eine Säure zugefügt wurde, um die Farbe schöner zu machen oder es haltbarer werden zu lassen und dem anderen nicht.

Um den Kindern die Welt der Chemie noch etwas näher zu bringen erläuterte Frau Hanker den Kindern noch die Bedeutung des Begriffes pH-Wert, der vor ungefähr 100 Jahren von dem Dänen Sören Sörensen festgelegt wurde, um die Säure- und Base-Stärken einzuteilen und das Neutrale in der „Mitte“ mit dem pH-Wert 7 zu bestimmen.

Nach dieser theoretischen Einführung und einigen Sicherheitshinweisen ging es für die Kinder nun an das Experimentieren in Gruppen. Denn in sieben Gruppen sollten sie herausbekommen, ob man die Blüten von Akeleien, Stiefmütterchen, Rosen, Pfingstrosen und die Blätter des Blaukohls als Indikatoren für Säuren und Basen nutzen kann und welches Farbspektrum dabei entsteht.

 

Also wurde geschnippelt, gemörsert, mit Spiritus hantiert, gemischt, gesiebt und die dann gewonnene, farbige Flüssigkeit in einem Fläschchen aufgefangen. Im weiteren Verlauf wurden 14 Gläschen mit pH-Wert-Lösungen von 0-14 gefüllt, denen dann jeweils drei Tropfen der wertvollen, selbst gewonnenen Indikatorflüssigkeit zugefügt wurde. Die Kinder staunten nicht schlecht, als sich die farblose Flüssigkeit bei der Reaktion mit dem Indikator zu vielfältigen Farbreihen veränderte. Die Kinder waren ganz begeistert von ihrer Entdeckung und trugen die Farben in ihre eigenen Farbtabellen ein, um dann im zweiten Schritt mit ihrem eigenen Indikator wiederum andere Lebensmittel und Haushaltsmittel auf ihren Säure oder Laugegehalt zu überprüfen. Mit Links konnten die Kinder dann sehen, dass zum Beispiel Brause sauer ist und Waschmittel basisch, während Seife nicht basisch ist, da es für die bessere Hautverträglichkeit neutral gemacht wurde.

 

Die Kinder haben an diesem Vormittag viel gelernt und ihre Lust auf Chemie, das Experimentieren und Herausfinden erstaunlicher Tatsachen nur noch verstärkt - und gleich kam die Frage, wann es denn wieder ein solches Projekt geben wird...

 

Frau Hanker sei großer Dank ausgespochen, die mich in der Vorbereitung sehr unterstützt hat und der Schule eine kleine Grundausstattung vermacht, mit der das nächste Projekt schneller angegangen werden kann.

 

Aktuell

 

Freitag, 18.05.2012


Sport - Aktionstag

8.30 Uhr - 13.00 Uhr

 

  "Wir sind alle von der Rolle"

 

 

Bildergalerie:

  • Low - T - Ball
  • Morgenkreis Frühling


 

 

Kontakt


Eugen-Bolz-Grundschule

Andreas-Hofer-Str. 42

88074 Meckenbeuren-Brochenzell

 

Telefon: 07542 / 4659

Fax: 07542 / 4150

E-Mail: EugenBolzGSBrochenzell@t-online.de

 

 

Öffnungszeiten Sekretariat:

Mo, Mi u. Do

8.15 - 12.00Uhr